Die Aufbissschiene

Die Aufbisschiene bzw. Knirscherschiene: Welche Arten gibt es? Wie funktioniert sie? Und wie hoch sind die Kosten?

Retainer-Schiene, Aligner-Schiene, Knirsch-Schiene, Schnarch-Schiene, Aufbissschiene in kaum einem Bereich der Kieferorthopädie werden so viele Begriffe verwendet.

 

Deshalb möchte ich vorab ein paar Begriffe definieren und auseinanderhalten, da diese oft zur Verwirrung der Patientin bzw. des Patienten beitragen können.

Was versteht man unter Zahnschiene?

 

Unter dem Überbegriff Schiene verstehen wir immer eine Folie, die eine passgenaue Form Ihres Zahnbogens aufweist und ebendort auch Ihre Verwendung findet.

 

Abhängig von der jeweiligen Verwendung oder auch Indikation, können diese unterschiedlich aufgebaut sein.  

Die gängisten Arten von Zahnschienen

 


Retainer-Schiene

Das ist eine passive Halteschiene, die die derzeitige Zahnstellung hält.

 

Aligner-Schiene
Sie ist eine aktive Schiene, die im Rahmen von Zahnkorrekturen Verwendung findet. 

 

Schnarch-Schiene
ist eine Sonderform, die im Bereich der Schlafmedizin angewandt wird. Sie sorgt für eine Vorverlagerung des Unterkiefers und verhindert dadurch eine Rückverlagerung der Zunge und somit Schnarchen.  

 

Aufbissschiene bzw. Knirscherschiene

Dient in erster Linie dazu den Zahnbogen vor Abrieb durch Knirschen zu schützen. Diese Form richtet sich an Patienten, die keine Muskel- oder Gelenksbeschwerden haben. Die Schiene legt sich wie eine zweite Haut als Schutzschicht über die Zähne. 



 

Wie wird eine Aufbissschiene angefertigt?


Zunächst werden Modelle digital durch Scan oder analog durch einen Alginat-Abdruck erstellt. Anschließend wird auf dem Modell unter Vakuum eine Folie tiefgezogen und nimmt somit die exakte individuelle Form Ihres Zahnbogens an.

 

Bei Patient/Innen mit wenig nächtlichen "Knirschpotential" kann diese einfache Ausführung bereits ausreichen, um vor Zahnabrieb zu schützen.
 

Bei Patient/Innen mit sehr starken nächtlichen Parafunktionen wird die tiefgezogene Schiene noch im Bereich der Kauflächen verstärkt. Hierzu wird vom Techniker/In eine Kunststoffschicht aufgetragen, die die Unebenheiten ausgleicht und eine plane Oberfläche hergestellt auf der nun die Zahnkontakte und –bewegungen stattfinden können. Die Schiene widersteht den großen Kaukräften somit besser.
 

Wenn der Patient / die Patientin vom Kiefergelenk und der Muskulatur her beschwerdefrei ist, ist in unserer Praxis die Ausgangsposition für die Herstellung einer Aufbissschiene im Gegensatz zur CMD-Schiene der habituelle Biss (ihr gewohnter Biss).
 

 

In welchem Kiefer muss die Schiene getragen werden?

Bei der Variante der einfachen Tiefziehschiene empfiehlt es sich in Ober- sowie Unterkiefer eine Schiene zu tragen. Die Folien reiben nur gegeneinander und halten dadurch länger als bei direktem Zahnkontakt.
 

Bei der stärkeren Version wird je nach Anforderung nur im Ober- oder Unterkiefer die Aufbissschiene angepasst. Aufgrund der höheren Materialschichtstärke wäre das Tragen in beiden Kiefern von gegenteiligem Effekt, da die Bisshöhe zu hoch und somit die Ruheschwebe der Muskulatur gestört wäre. 

Gerne können Sie einen Termin für ein individuelles Beratungsgespräch bei mir vereinbaren

In einem persönlichen Gespräch informiere ich Sie gerne über Ihre individuellen Behandlungsmöglichkeiten.

 

Wie läuft das individuelle Beratungsgespräch ab?

Was sagen meine Patientinnen und Patienten

S.M. 58 Jahre

Ich bin wegen einer Kieferklemme seit Februar 2020 bei Dr. Biedermann in Behandlung. Die Schmerzen seit Juli 2019 haben mich zum Gang zu einem Kieferorthopäden bewogen. Nach einer gründlichen Abklärung der Beschwerden wurde mir im Frühjahr dann eine Aufbeißschiene angepasst. Dank der kompetenten Beratung und Begleitung des jungen und engagierten Teams bin ich jetzt seit ca. drei Monaten beschwerdefrei.

 

Für mich ein hoher Gewinn an Lebensqualität. Danke!